Für einen Landkreis, der funktioniert.

Funktionierender Landkreis

Unser Landkreis braucht Mut zu klaren, verständlich begründeten und zügigen Entscheidungen. Er braucht Mut zur Verantwortung.

Ermöglichen und fördern statt verhindern und verzögern

Wir brauchen in Politik und Verwaltung den Mut zu transparenten und klaren Entscheidungen, die nach einer ausführlichen und demokratischen Diskussion zügig getroffen werden.

• Digital, modern, bürgernah: unser Landratsamt weiterentwickeln

Bei vielen zentralen Projekten in unserem Landkreis ist in den letzten Jahren zu wenig und zu langsam vorangegangen. Zugleich kritisieren viele Bürgerinnen und Bürger langwierige Verwaltungsverfahren und fehlende Transparenz. Wir brauchen in Politik und Verwaltung wieder mehr Mut zur Verantwortung: mit klaren, verständlich begründeten und nach einer demokratischen Diskussion zügig getroffenen Entscheidungen. Ich will in unserem Landratsamt eine Kultur der Entscheidungsfreude und Verantwortung etablieren, die bei dem neuen Landrat anfängt und in allen Bereichen umgesetzt wird.

Dazu gehört für mich die konsequente Digitalisierung und Vereinfachung in allen Aufgabenbereichen, um den Beschäftigten wieder die zeitlichen Möglichkeiten zur Erfüllung ihrer Aufgaben für die Bürgerinnen und Bürger zu geben.

• Solide Finanzen

Am Ende des Jahres 2025 hat der Landkreis Schulden von 59 Millionen Euro, sie sollen bis 2028 auf 95 Millionen Euro ansteigen. Zugleich ist die Kreisumlage auf eine Höhe gestiegen, die unsere Städte und Gemeinden vor große Herausforderungen stellt. Die Antwort kann kein Kahlschlag bei öffentlichen Leistungen sein, sondern eine konsequente Aufgabenkritik und der Mut, auch einmal niedrigere Standards zu akzeptieren.

• Neue Wege in der Jugendhilfe

Als Pilotprojekt für unseren Landkreis und als Vorbild für weitere Bereiche will ich die Sozialraumorientierung in der Jugendhilfe umsetzen. Wie das Beispiel der Stadt Rosenheim zeigt, können wir damit Handlungsspielraum für die Unterstützung von jungen Menschen mit Problemen gewinnen und zugleich langfristig die Kostensteigerung begrenzen. Dieses Projekt erfordert auf allen Ebenen Kooperation und Offenheit und ist damit optimal geeignet, mit einer Erneuerung unserer Strukturen dort zu beginnen.

Gesundheit im Berchtesgadener Land

• Neue Weichenstellungen im Krankenhauswesen aktiv nutzen

Auf Bundesebene ist im Gesundheitsbereich vieles in Bewegung geraten; die Entwicklung stellt alle Krankenhäuser vor große Herausforderungen. Der Landkreis hat in den letzten Jahren hohe Summen aufgewendet, um die Versorgung im Berchtesgadener Land zu stabilisieren und die bestehenden Angebote zu sichern. Jetzt geht es darum, die sich neu bildenden Strukturen aktiv zu nutzen, um wohnortnah eine solide und hochwertige Grund- und vor allem Notfallversorgung zu garantieren und in erreichbarer Nähe die Angebote modernster Medizin für unsere Bürgerinnen und Bürger verfügbar zu machen. Dazu fordern wir vom Freistaat Bayern klare Ansagen zur zukünftigen Struktur und Aufgabenverteilung der Krankenhäuser in unserer Region.

• Zentralklinikum Berchtesgadener Land in Bad Reichenhall

Eine solche Versorgung lässt sich nur mit einem modernen und an die Anforderungen der Digitalisierung und Ambulantisierung im Gesundheitswesen angepassten Zentralklinikum im Landkreis sicherstellen. Nach einem misslungenen Vorlauf ist nun die Entscheidung für einen Neubau auf dem bestehenden Krankenhausgelände in Bad Reichenhall gefallen. Die KSOB muss jetzt einen verbindlichen Zeit- und Finanzierungsplan für eine zügige Realisierung des Neubaus vorlegen, der unabdingbar für die medizinische Versorgung in unserem Landkreis ist.

• Lasten fair verteilen

Wir stehen als SPD Berchtesgadener Land zum Konzept der Klinken Südostbayern; ein Alleingang bei den Krankenhäusern wäre in den heutigen Strukturen zum Scheitern verurteilt. Nach den Problemen der vergangenen Jahre ist es jetzt aber wichtig, zu einem fairen Miteinander und einer gerechten Verteilung der Lasten mit den Partnern in Traunstein zurückzukehren. Dazu gehört, vorrangig vor weiteren Maßnahmen in Traunstein den Neubau in Bad Reichenhall anzupacken.

• Versorgung vor Ort sichern

Nachdem es auf Dauer nur ein Krankenhaus der Grundversorgung im Berchtesgadener Land geben wird, ist die Stärkung der ambulanten Versorgung und der Ausbau entsprechender Strukturen unbedingt notwendig. Wir müssen den hohen Grad der hausärztlichen Versorgung sichern, unsere Apotheken unterstützen und in enger Zusammenarbeit zwischen Kreis, Städten und Gemeinden mit Medizinischen Versorgungszentren und fachärztlichen Angeboten neue Wege gehen.

In diesem Zusammenhang sollten auch niedrigschwellige und präventive Angebote gestärkt werden. Eine moderne Version des Konzepts der "Dorfschwester" kann hier einen wichtigen Beitrag leisten.

• Psychiatrische Versorgung sichern und ausbauen

Die SPD hat im Landkreis jahrzehntelang für eine wohnortnahe psychiatrische Versorgung gekämpft. Wir stehen zum Standort der KBO in Freilassing und werden alle Schritte unterstützen, um dieses Angebot auf Dauer zu sichern und angesichts des steigenden Bedarfs auszubauen.