Bildung und Betreuung, aber auch eine nachhaltige Energieversorgung und klare Antworten auf die demographische Entwicklung sind entscheidend für die Zukunft unseres Landkreises.
Wir können im Berchtesgadener Land auf kein Talent und keinen jungen Menschen verzichten. Deswegen müssen wir weiter konsequent in ihre Förderung investieren und mit klaren Zielsetzungen vorgehen.
• Sozialraumanalyse: Aufgaben gezielt anpacken
Als Kreisrat habe ich gemeinsam mit der SPD-Fraktion einen Antrag auf Erstellung einer Sozialraumanalyse eingebracht, der einstimmig beschlossen wurde. Nach einer weiteren Initiative unserer Fraktion wurde eine Strategie für das Berchtesgadener Land auf dieser Grundlage beschlossen. Auch wenn wir sonst bei Studien und Gutachten sparsam sein sollten: die Sozialraumanalyse braucht in den kommenden sechs Jahren ein Update, damit wir auf einer soliden Grundlage von Daten und Fakten Entscheidungen für den Landkreis treffen können.
• Kinderbetreuung: bedarfsgerecht, hochwertig und gebührenfrei
Ab dem neuen Schuljahr gilt der Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung für Grundschulkinder: zunächst für alle Erstklässler, bis 2029 dann für alle Kinder der Klassenstufen 1 bis 4. Diese absolut richtige Entscheidung gilt es nun, erfolgreich in die Praxis umzusetzen. Zugleich brauchen wir den nächsten großen Schritt von der Betreuung zur aktiven Förderung – mit qualifizierten Frauen und Männern, die mit guter Bezahlung und Motivation die Aufgaben in allen Einrichtungen angehen.
• Inklusion entschlossen und mit Augenmaß voranbringen
Inklusion und das gleichberechtige Miteinander von Menschen mit und ohne Behinderung in der Schule, am Arbeitsplatz und in der gesamten Gesellschaft ist mir ein wichtiges Anliegen. Wir haben Landkreis hervorragende Institutionen der Hilfe für Menschen mit Behinderung im Landkreis. Ich will deren Kompetenz und Fachkenntnis nutzen, weil mir klar ist: Inklusion ist kein Sparprojekt, sondern braucht umfangreiche Investitionen und eine Umsetzung mit Geduld und Augenmaß. Barrierefreiheit muss nicht nur im Wohnungsbau und im Verkehr Vorrang haben, sondern ist für mich in allen gesellschaftlichen Bereichen eindeutige Maßgabe.
• Beistand beim Start ins Leben: Stütz- und Förderklasse
Die SPD-Kreistagsfraktion und ganz besonders mein Kollege Hans Metzenleitner hat lange für die Stütz- und Förderklasse gekämpft, damit junge Menschen mit emotionalen und sozialen Schwierigkeiten beim Start ins Leben eine faire Chance bekommen. Dieses Angebot will ich sichern, auf die höheren Schuljahrgänge ausdehnen und längerfristig zu einem eigenen Zweig ausbauen, um mit diesen vorsorglichen sozialen Investitionen spätere große Schäden abzuwenden.
• Unsere Schulen gut aufstellen
Nach hohen Investitionen in die Gymnasien des Landkreises steht jetzt als wichtigstes Projekt der Neubau des Staatlichen Beruflichen Schulzentrums in Freilassing an. Das hohe finanzielle Engagement des Landkreises ist ein klares Bekenntnis für die duale Ausbildung in unserem Landkreis. Zugleich ist die neue Einrichtung der Staatlichen Fachakademie für Sozialpädagogik in Freilassing ein echter Gewinn für den Landkreis.
• Demographischen Wandel aktiv gestalten
Das Berchtesgadener Land wird nach allen aktuellen Untersuchungen weiter wachsen, aber trotzdem einen demographischen Wandel erleben. Die damit verbundenen Veränderungen will ich aktiv gestalten; die Grundlage dafür bilden die Forderungen des aktualisierten seniorenpolitischen Gesamtkonzepts.
Der Klimawandel bleibt weiter eine zentrale Herausforderungen unserer Zeit. Ich steht zu den in unserem Klimaschutzkonzept formulierten Zielen und will die nachhaltige und bezahlbare Versorgung in unserem Landkreis mit Strom und Wärme weiter ausbauen. In den nächsten Jahren wird dabei vor allem der Mobilitätsbereich im Fokus stehen.
• Einfach und günstig unterwegs mit Bus und Bahn
Das Deutschlandticket hat gezeigt: die Fahrgastzahlen lassen sich bei den öffentlichen Verkehrsmitteln mit einem einfachen und günstigen Angebot deutlich steigern und damit ein wichtiger Beitrag für den Klimaschutz erbracht werden. Deswegen geht der Landkreis zurecht mit dem Plan für einen gemeinsamen Verkehrsverbund mit Salzburg voran, um unsere wichtigsten Verbindungen bürgerfreundlich und günstig zu gestalten.
• Rückgrat für unsere Öffis: der Schienenverkehr
Die Zugverbindungen bilden in unserem Landkreis das Rückgrat der öffentlichen Verkehrsmittel. Ich setzte mich für einen 30-Minuten-Takt auf der gesamten Strecke zwischen Berchtesgaden und Freilassing ein mit der Vision eines 15-Minuten Taktes für das ganze Berchtesgadener Land. Als riesige Chance für unsere Region sehe ich den zweigleisigen, elektrifizierten Ausbau der Bahnverbindung Richtung Mühldorf und die damit verbundenen Pläne für die „Walpertskirchener Spange“, um eine schnelle Zugverbindung zum Münchner Flughafen zu realisieren.
Die im Mobilitätskonzept geforderten und seit vielen Jahren in Planung befindlichen zusätzlichen Bahn-Haltepunkte in Bad Reichenhall und Bischofswiesen will ich als neuer Landrat voranbringen und zugleich Lösungen für problematische Bahnübergänge finden, damit sich die Fahrtzeit weiter verkürzt. Die Bahnstrecke in Berchtesgaden soll verlängert werden, um Gymnasium, Watzmann-Therme und Salzbergwerk zusätzlich anzuschließen.
• Überall mobil: On-Demand-Verkehr und moderne Busverbindungen
Um alle Teile des Landkreises gut mit Busverbindungen zu erschließen und zugleich die Kosten im Rahmen zu halten, brauchen wir eine schnelle Umsetzung des Rufbuskonzepts (On-Demand-Verkehr). Außerdem setze ich mich dafür ein, dass wir in den nächsten sechs Jahren ein Pilotprojekt zur Nutzung des autonomen Fahrens bei öffentlichen Verkehrsmitteln im Landkreis umsetzen.
• Im Alltag mobil: Radwege ausbauen
Mit dem Boom der E-Bikes hat sich auch im Alltag der Radius für Fahrten mit dem Rad erhöht. Deswegen müssen wir neuen Schwung aufnehmen, um das Radwegenetz im Landkreis zu verbessern und die gefährlichen Lücken wie beispielsweise im Leopoldstal zu schließen. Das im Mobilitätskonzept enthaltene Projekt eines schnellen Radwegs zwischen Freilassing und Bad Reichenhall will ich neu beleben und fortentwickeln zu einer schnellen Verbindung durch den ganzen Landkreis zwischen Laufen und dem Königssee.
• Fair heißt barrierefrei
Mit dem barrierefreien Umbau des Freilassinger Bahnhofs ist ein wichtiger Schritt für mehr Teilhabe gelungen. Jetzt muss es mit der schrittweisen Anpassung unserer Bushaltestellen und einer Neugestaltung der Bahnhofs Berchtesgaden zügig weitergehen.