24.04.2013

SPD auf Bahntour in Ainring

Bild: Bahnhaltepunkt Mitterfelden
Roman Niederberger informierte sich mit SPD-Ortsverein über Situation in Hammerau und Mitterfelden
Mehr als zehn Jahre ist es schon her, dass die SPD im Ainringer Gemeinderat die Verlegung des Haltepunkts Mitterfelden an die Stelle des bisherigen Bahnübergangs beantragt hat. Nachdem mit dem Kauf des Bahnhofsgeländes in Hammerau frischer Wind in die Diskussion über die öffentlichen Verkehrsmittel in der Gemeinde gekommen ist, haben nun auf Einladung der SPD-Gemeinderatsfraktion die Kandidaten für Bezirkstag und Landtag Güldane Akdemir und Roman Niederberger die beiden Bahnhaltepunkte in der Gemeinde besucht. Die neu gewählte Ortsvorsitzende Margret Sturm-Wiersig und ihr Gemeinderatskollege Günter Ufertinger erneuerten dabei die Forderung nach einer Verlegung des Haltepunkts Mitterfelden und sprachen sich für eine barrierefreie Gestaltung der zwei Haltepunkte in der Gemeinde aus.

Derzeit noch wenig einladend präsentierte sich der Hammerauer Bahnhof, als Gemeinderäte und Kandidaten zu ihrem Besuch eintrafen. Der SPD-Landtagskandidat aus Piding Roman Niederberger erinnerte daran, dass die BerchtesgadenerLandBahn ihre Fahrgastzahlen 2012 auf 980.000 Menschen jährlich steigern konnte. „Wenn wir nun für schnellere Verbindungen und attraktive Haltepunkte sorgen, ist noch vieles möglich“, zeigte sich der regelmäßige Bahnfahrer überzeugt.

„Dazu gehört für uns in Hammerau als wesentlicher Punkt ein großer Park-And-Ride-Platz mit einem guten Angebot für Autofahrer und Radler, die hier in die Bahn einsteigen wollen. Die Gemeinde ist hier mit ihrem Planungen und dem Grunderwerb auf dem richtigen Weg“, zeigte sich Margret Sturm-Wiersig überzeugt. Ihr und ihrem Gemeinderatskollegen Günter Ufertiner liegen auch eine Sanierung des Bahnsteigs und vor allem eine barrierefrei Gestaltung am Herzen. Bezirkstagskandidatin Güldane Akdemir unterstützte die Forderung und stellte fest, dass ein besserer Zustieg nicht nur älteren Personen und Menschen mit Behinderung, sondern auch Eltern mit Kinderwägen zugute kommt. Fritz Lorber erinnerte an die goldenen Zeiten des Bahnhofs Hammerau, als er zu den meistgenutzten im Landkreis zählte. „Das Potential ist auch heute noch da und wird in Zeiten hoher Benzinpreise auch immer wichtiger“, war sich der frühere Gemeinderat und Kassierer der SPD Ainring sicher.

Während in Hammerau die Dinge durch das Engagement der Gemeinde in Bewegung kommen, präsentierte sich der Haltepunkt in Mitterfelden gewohnt trist. „Man muss kein ÖPNV-Experte sein, um die Defizite dieses Standorts zu erkennen“, meinte Fritz Lorber und erinnerte an den vor zehn Jahren gestellten Antrag der SPD, den Haltepunkt zum bisherigen Bahnübergang in Mitterfelden zu verlegen. „Wir müssen die Bahn dorthin bringen, wo die Menschen sind“, forderten die Gemeinderäte. Mit den relativ leisen Fahrzeugen der BLB und weiteren Maßnahmen sollte sich auch die Geräuschbelastung der unmittelbaren Anwohner auf ein Mindestmaß reduzieren lassen, meinten die Sozialdemokraten.

Für die gesamte Verkehrssituation in der Gemeinde sehen die Ainringer SPDler eine Chance, wenn man an der B 20 einen Kreisverkehr schafft und damit auch die Anbindung des Hammerauer Bahnhofs weiter verbessert. „Die Gemeinde muss im Flächennutzungsplan Farbe bekennen“, forderten die beiden Gemeinderäte. Insgesamt sei im öffentlichen Nahverkehr nun vieles in Bewegung geraten, waren sich Gemeinderäte und Kandidaten einig. „Es ist jetzt an der Politik in den Gemeinden, im Freistaat und im Bund, die Weichen für ein wirklich attraktives Angebot zu stellen“.

Foto: Bahnhaltepunkt in Mitterfelden


Öffentliche Verkehrsmittel Ainring 

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