21.04.2013

Roman Niederberger zu Besuch im Bürgerheim Berchtesgaden

Bild: Bürgerheim Berchtesgaden
SPD-Landtagskandidat gemeinsam mit Marktgemeinderatsfraktion zu Gast im Seniorenheim
Der Sprecher der SPD-Fraktion im Marktgemeinderat und 3. Bürgermeister von Berchtesgaden, Bartl Mittner und seine Fraktionskollegen Helmtraud Mix und Georg Aschauer hatten mit ihrem Rathauschef, 1. Bürgermeister Franz Rasp, einen Besuch für den Landtagskandidaten der SPD, Roman Niederberger (SPD) und die Bezirkstagskandidatin Güldane Akdemir (SPD) im Berchtesgadener Bürgerheim arrangiert. Für die beiden SPD-Politiker war dieser Besuch von besonderem Interesse, gibt es doch im ganzen Landkreis kein weiteres Alten- und Pflegeheim, das ähnlich dem Berchtesgadener Bürgerheim über eine gemeindliche Stiftung, die Berchtesgadener Bruderhausstiftung, gleichsam in kommunaler Trägerschaft organisiert ist.

Franz Rasp ließ es sich daher auch nicht nehmen, während des gesamten Besuchs persönlich anwesend zu sein und mit gewissem Stolz dieses Erfolgsmodell vorzustellen. So machte er auch gleich deutlich, dass ein Heim in der Berchtesgadener Größenordnung mit 38 Patienten und 18 Pflegekräften sich unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten nicht rechnet. Senioren- und Pflegeheime können nur in größeren Dimensionen wirtschaftlich rentabel arbeiten. Die Grundphilosophie dieses Heims ist es aber, für die Bürger des Marktes Berchtesgaden und der Umgebung bezahlbare Heim- und Pflegeplätze in ihrem Heimatort zur Verfügung zu stellen. Mit Hilfe der Bruderhausstiftung und auch entsprechend großzügiger Spenden war dieses Modell bislang auch erfolgreich ohne den gemeindlichen Haushalt besonders zu beanspruchen.

Der stellvertretende Pflegeheimleiter, Florian Miciecki, führte die Gäste durch das Haus und gab ihnen Einblick in die Pflegeeinrichtungen und den Unterkunftsbereich. Dabei wurde auch deutlich, dass das Bürgerheim eigentlich laufend Baustelle war und auch künftig sein wird. Denn das Bemühen der Marktgemeinde war es stets, die Räumlichkeiten und Einrichtungen an moderne Austattungsstandards anzupassen. In der Heimorganisation hat man sich erfolgreich bemüht, möglichst alle Aufgaben, die nicht mit Pflege und Betreuung zu tun haben, extern zu vergeben, so z.B. den Reinigungsdienst, aber auch die Verpflegung, die in der Küche des Kreiskrankenhauses zubereitet wird. Problematisch ist es, wie in fast allen Pflegeeinrichtungen, immer genügend qualifiziertes Pflegepersonal zu haben.

Auf Nachfrage von Roman Niederberger bestätigte Florian Miciecki aber ganz klar, dass im Bürgerheim das allgemein beklagte Problem nicht gegeben ist, dass Pflegepersonal wegen der umfangreichen Dokumentationspflicht, oft nicht ausreichend Zeit für den eigentlichen Dienst am Patienten hat. Dies ist, nicht zuletzt wegen einer hervorragenden Softwareausstattung hier nicht der Fall. Im Gegenteil, es bleibt immer Zeit, um auch mit regelmäßigen Programmen zur Unterhaltung der Bewohner für Abwechslung zu sorgen. An diesem Nachmittag konnten die Besucher z.B. im Speisesaal gut 20 Patienten beim fröhlichen Waffelbacken beobachten.

Beim Abschlussgespräch mit Bürgermeister Franz Rasp, räumte dieser auf entsprechende Nachfrage von Roman Niederberger auch ein, dass die Organisation des Bruderhauses in den letzten beiden Jahren grundsätzlich neu aufgestellt wurde. Dazu gehörte u.a. auch die Einstellung von mehr Pflegepersonal. Und so ist man heute in der Lage, in der Kernkompetenz der Heimpflege, dem Dienst am Patienten, wesentlich mehr als früher auf die individuellen Bedürfnisse der Patienten einzugehen.

Mit seinem Dank an Bürgermeister Rasp verband Roman Niederberger die abschließende Feststellung, dass der Markt Berchtesgaden zu diesem Heim als einem sozialen Angebot für seine Bürger zu beglückwünschen sei und es nur wünschenswert ist, dass Erhalt und Betrieb der Gemeinde auch künftig ohne größere Probleme möglich sein werden.

Bild:
Marktbürgermeister Franz Rasp und seine Gäste: Gemeinderat Georg Aschauer, Landtagskandidat Roman Niederberger, Bezirkstagskandidatin Güldane Akdemir, Gemeindeätin Helmtraud Mix und 3. Bürgermeister Bartl Mittner.


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