23.12.2012

SPD-Landtagskandidat Roman Niederberger im Gespräch mit Bürgerinitiativen und Bauernverband

Kürzlich trafen sich die Ortsvorstände der Bauernbände Anger, Martin Dießbacher, und Piding, Andreas Argstatter, gemeinsam mit den Vorsitzenden der Bürgerinitiativen „IG Autobahnfreier Högl“ Stefan Probst und Rüdiger Lerach aus Piding sowie des „Aktionsbündnisses Högltunnel“ Günter Wolf aus Anger, zu einem intensiven Meinungsaustausch mit dem SPD-Kreisvorsitzenden und Landtagskandidaten Roman Niederberger zum Thema Ausbau der Bundesautobahn A 8.

Ausgangspunkt für diese Aussprache war ein Appell, den die beiden Bauernverbände sowie die Bürgerinitiativen gemeinsam an die vor Ort verantwortlichen Politiker gerichtet hatten. Darin hatten diese eindringlich darauf hingewiesen, dass trotz aller Klagen der Politik über den übermäßigen Landverbrauch bisher nichts Konkretes geschehen ist, diesen einzudämmen.Im Gegenteil, der Landverbrauch nimmt ungehemmt und ungebremst zu.

So sehen zum Beispiel auch die bisherigen Planungen der Autobahnverwaltung zum Ausbau der A 8 von Rosenheim bis zur Landesgrenze, wie kaum anders zu erwarten war, eine optimale Ausbaubreite mit 36 Metern vor sowie großzügig geplante Ein- und Ausfahrten, die den Verlust von vielen Hektar landwirtschaftlicher Fläche bedeuten.

Hinzu kommt, und das ist besonders unverständlich, mit einer möglichen Nordumfahrung eine vollkommene Neutrassierung der Autobahn im Bereich Anger/Piding, die wiederum ohne Notwendigkeit viele Hektar landwirtschaftlicher Flächen vernichtet. Und auch damit nicht genug: Die bisherige Trasse der Autobahn zwischen Piding und Jechling bleibt als Zubringer für die künftige Ausfahrt erhalten, sodass dieser Bereich vom Autobahnbau förmlich zerstückelt wird.

Einig waren sich die Gesprächsteilnehmer vor allem darin, dass in Anbetracht der durch die Tallage von Anger und Piding ohnehin schon sehr knappen landwirtschaftlichen Flächen deren Erhalt absoluter Vorrang beizumessen und jede Möglichkeit zu ihrer Schonung zu nutzen ist.

Dabei befürchteten die Vertreter der Bauernverbände insbesondere, dass bei den geplanten neuen Ausfahrten weitere Gewerbegebiete entstehen und so zusätzlich Land verbraucht wird. Die Bürgerinitiativen wiesen darauf hin, dass allein die Nordumfahrung Piding über 50 ha Gesamtfläche verbraucht, wovon nahezu 42. ha auf die Land- und Forstwirtschaft entfallen. Nicht zu verantworten ist zudem der immense Landverbrauch, der durch die nicht gerechtfertigte Erweiterung auf 6 + 2 Spuren entstehen würde.

Roman Niederberger forderte, dass sich durch den Ausbau der A 8 unbedingt Verbesserungen gegenüber der jetzigen Situation für alle Menschen in den betroffenen Gemeinden ergeben müssten: Die Anwohner in Anger sollen zukünftig effizient vor dem Lärm der Autobahn geschützt werden, der sie mehr als 70 Jahre belastet hat. Und Piding soll weder weiterhin durch die Autobahn und neue Riesenlärmschutzwände durchteilt werden noch die Belastungen lediglich in den nördlichen Teil des Ortes auf Kosten der dortigen Anwohner verlagert werden. Auch die Gefahr, dass die Behindertenwerkstätte künftig durch einen bis zu 10 Meter hohen Wall vom Ort Piding abgetrennt wird, sieht der





SPD-Landtagskandidat kritisch. Gemäß den auch von der SPD-Basis bestätigten Grundsätzen „möglichst schmal, möglichst unterirdisch, möglichst tief“ bleibt für ihn die beste Lösung die Tieferlegung und Überdeckelung der Autobahn. „Auf Dauer werde sich diese teurere Variante, die allerdings durch einen schmaleren 4+2-Ausbau deutlich günstiger werde, durch den besten Lärmschutz, also durch das Tieferlegen und Einhausen, und die Chance zur Neustrukturierung der Gemeinde als zukunftsfähigste Lösung erweisen“, so Niederberger abschließend. .




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