29.04.2011

Politische Kontakte auch im Urlaub: SPD-Kreisvorsitzender zu Gast bei Malta Labour Party

Eine Woche Urlaub auf der Insel Malta hat der heimische SPD-Kreisvorsitzende Roman Niederberger nicht nur zur Erholung, sondern auch zu politischen Kontakten genutzt. Gemeinsam mit SPD-Freunden aus Franken, Oberpfalz und Hessen traf er sich mit Vertretern der Maltese Labour Party, der sozialdemokratischen Schwesterpartei der SPD auf der Mittelmeerinsel. Neben Gesprächen mit maltesischen Abgeordneten und dem deutschen Botschafter in Valletta kam es auch zu einem Treffen mit dem ehemaligen deutschen Verteidigungsminister Peter Struck

Bei den Gesprächen zeigte sich schnell, dass trotz der Entfernung und der unterschiedlichen Dimensionen – Malta hat nur ca.415.000 Einwohner – manche Themen die beiden Länder verbinden. „Nach den offiziellen Statistiken sind Deutschland und Malta sehr gut aus der Wirtschafts- und Finanzkrise gekommen. Die soziale Realität ist aber eine andere“, stellte Kahmenu Vella, der Schatten-Finanzminister der Labour Party dar. Steigende Energiekosten, ein Arbeitsmarkt mit einem großen Niedriglohnsektor und ein Gesundheitssystem, bei dem Wartezeiten von 3 Jahren auf eine Knieoperation keine Seltenheit sind, gehören zum Leben auf Malta. „Energiepolitik, Gesundheitsreform und ein anständiger Mindestlohn: als deutscher Sozialdemokrat kommen einem diese Themen bekannt vor“, meinte Roman Niederberger.

Vor neue Herausforderungen stellen die maltesische Politik die Krise in Lybien und der zunehmende Flüchtlingsstrom aus Afrika. „Diese Fragen können nur in einem gesamteuropäischen Rahmen gelöst werden – und auf diese Solidarität innerhalb der EU sind wir als Malteser auch angewiesen“, stellte der stellvertretende Vorsitzende der Labour Party Toni Abela fest. Zu dem Gespräch mit ihm kam auch der ehemalige Bundesverteidigungsminister und neue Vorsitzende der Friedrich-Ebert-Stiftung Peter Struck hinzu, der zufällig gemeinsam mit seiner Frau eine größere SPD-Reisegruppe aus Rheinland-Pfalz auf die Insel begleitete.

Wie groß die kulturellen Unterschiede zwischen Mitgliedsstaaten der EU sein können, stellte sich bei einem Gespräch mit dem deutschen Botschafter Bernd Braun heraus. Er wies auf das am 28. Mai auf Malta anstehende Referendum hin. Die Einwohner entscheiden dann darüber, ob eine zivile Scheidung ermöglicht wird. Bisher ist eine Ehescheidung auf der Insel nicht möglich; die Ehe kann nur von der katholischen Kirche annulliert werden.

Obwohl Sonne, Sehenswürdigkeiten und Erholung bei dem Urlaub nicht zu kurz kamen, verließen die Gäste aus Bayern und Hessen die Insel auch mit vielen neuen politischen Eindrücken. „Und nachdem ich von maltesischen Unternehmern auf eine bessere Zugverbindung für den Güterverkehr zwischen dem Hafen in Genua und der Münchner Region angesprochen wurde, schließt sich eindeutig der Kreis zu den heimischen politischen Themen“, meinte Roman Niederberge.

Foto:
Treffen mit Peter Struck:
(von links nach rechts): Oliver Habekost (Geschäftsführer SPD-Unterbezirk Main-Kinzig-Kreis), Silke Weiler (SPD-Stadt- und Kreisrätin, Teublitz), Peter Struck (Vorsitzender Friedrich-Ebert-Stiftung, Bundesverteidigungsminister a. D.), Eva Hesselbach (SPD-Stadt- und Kreisrätin, Rottendorf), Roman Niederberger (SPD-Kreisvorsitzender Berchtesgadener Land,





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