24.09.2008

Eine Milliarde Euro für bessere Bildung in Bayern - Wahlkampfveranstaltung der SPD Ainring

Eine besondere Besucherin konnte die SPD Ainring am vergangenen Freitag bei ihrer Abendveranstaltung zur Landtags- und Bezirkstagswahl im TuS-Vereinsheim Mitterfelden willkommen heißen. Die Stuttgarter Stadträtin Ariane Zürn verbrachte das Wochenende im Berchtesgadener Land, um den heimischen Landtagskandidaten Roman Niederberger bei seinem Wahlkampf zu unterstützen. Der Ainringer SPD-Ortsvereinsvorsitzende Siegfried Fritsch konnte zu der Abendveranstaltung außerdem den Bezirkstagskandidaten Guido Boguslawski begrüßen.

„Unser Schwerpunkt heißt soziale Gerechtigkeit“, erklärte Siegfried Fritsch in seiner Einleitung zur Veranstaltung und erinnerte an das Kommunalwahlprogramm der SPD Ainring, in dem unter anderem der Ausbau der Betreuungsangebote gefordert wurde. Roman Niederberger griff in seinem Vortrag das Thema Bildung und Betreuung sofort auf und stellte die Forderungen der SPD anschaulich dar: Mehr Lehrer, kleinere Klassen, mehr Sozialarbeit an den Schulen und ein Ausbau des Angebots an Ganztagsschulen sind für ihn die Grundlage eines gerechteren Bildungssystems. „Ich komme selbst aus einem Arbeiterhaushalt und weiß deshalb, was Chancengerechtigkeit bedeutet“, erklärte der 36-jährige Diplom-Finanzwirt (FH) aus Piding.

Wichtig sei für ihn auch, dass Betreuungsangebote mit guter Qualität für die Eltern auch bezahlbar sind. „Nach der Landtagswahl können wir sofort den ersten Schritt machen und die Gebühren für das letzte Kindergartenjahr abschaffen“, meinte Roman Niederberger.

Der SPD-Landtagskandidat bezog auch zur Finanzierung dieser Forderungen Stellung. Bereits seit einigen Jahren kämpfe die SPD-Landtagsfraktion für die sogenannte Bildungsmilliarde. „Das ist eine stolze Summe, mit der wir aber den großen Nachholbedarf bei den Bildungsinvestitionen abdecken können“, meinte Roman Niederberger. Er erinnerte daran, dass sich die örtlichen CSU-Abgeordneten für die Abschaffung der Erbschaftssteuer aussprechen, was man ohne zusätzliche Schulden finanzieren könne. „Wir Sozialdemokraten wollen eine vernünftige Reform der Erbschaftsteuer und die Einnahmen, die sich bis Ende August auf knapp 700 Millionen Euro belaufen, für bessere Bildung in Bayern verwenden“, so der Landtagskandidat.

Bezirkstagskandidat Guido Boguslawski bezog in seinem Beitrag klar Stellung für den gesetzlichen Mindestlohn. „Auch zur Stabilisierung der Sozialkassen brauchen wir endlich wieder eine vernünftige Lohnentwicklung und müssen der Tendenz zu Billiglöhnen entgegentreten“, erklärte der Kreisgeschäftsführer des Sozialverbands VdK.

In der Diskussion ergab sich dann ein interessanter Austausch zwischen den beiden SPD-Gemeinderäten Günter Ufertinger und Friedrich Lorber mit dem Gast aus Stuttgart über Jugendarbeit in der Stadt und in ländlichen Regionen. „Verbote allein können keine Antwort sein, die Jugendlichen brauchen auch Perspektiven und eigene Angebote für sie“, zeigten sich die Sozialdemokraten aus Schwaben und Bayern überzeugt.

Mit dem Aufruf „Wer will, dass es in Bayern gerechter zugeht, gibt am kommenden Sonntag seine Stimme der SPD“, beendete der Ortsvereinsvorsitzende Siegfried Fritsch die Veranstaltung und kündigte noch für die nächste Zeit den Start einer eigenen Internetseite des Ortsvereins an.

Foto (von links nach rechts):
Gemeinsam für den Erfolg am 28. September:
Günter Ufertinger (Gemeinderat Ainring), Roman Niederberger (Landtagskandidat), Siegfried Fritsch (Ortsvereinsvorsitzender), Ariane Zürn (Stadträtin Stuttgart), Guido Boguslawski (Bezirkstagskandidat), Friedrich Lorber (Gemeinderat Ainring), Hubert Wiersig (stellvertretender Ortsvorsitzender)




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