10.04.2013

Kleine Fortschritte, aber noch viel zu tun: SPD besucht Bahnhof Berchtesgaden

Bild: Bahnhof Berchtesgaden
SPD zu Besuch am Bahnhof Berchtesgaden
SPD-Gemeinderatsfraktion informierte Roman Niederberger und Güldane Akdemir über aktuellen Sachstand
Die Marktgemeinderäte der SPD, Helmtraud Mix, Bartl Mittner und Georg Aschauer empfingen den Landtagskandidaten Roman Niederberger und die SPD-Kandidatin für den Bezirkstag Güldane Akdemir vor kurzem am Hauptbahnhof in Berchtesgaden, um Ihnen einen Überblick über die gelösten und auch die ungelösten Probleme zu geben, die bereits seit geraumer Zeit mühsam zwischen Marktgemeinde Berchtesgaden und der Deutschen Bahn verhandelt werden.

Als ausgesprochen positiv wurde zunächst aufgenommen, dass am Nebenportal des Bahnhofs mittlerweile ein barrierefreier Zugang für Behinderte besteht. Das löst allerdings das Problem eines behindertengerechten Zugangs zum Gleis 2 noch nicht. Dieser führt nach wie vor durch die nur über steile Treppen erreichbare Unterführung. Gleis 2 kann nur mit Unterstützung des Fahrdienstleiters erreicht werden!

Erfreulich ist auch, dass ohne längeren Streit über die Zuständigkeiten, der Markt Berchtesgaden die Reinigung der bestehenden Toilettenanlage übernommen hat. Diese Anlage soll noch so lange in Betrieb bleiben, bis unmittelbar neben dem Treppenaufgang zur Fußgängerbrücke in den Markt ebenfalls mit Mitteln aus dem Marktgemeindehaushalt eine moderne neue Toilettenanlage im Übergangsgebäude zwischen Hauptbahnhof und altem Postamt errichtet werden kann. Nach Auskunft von Gemeinderat Bartl Mittner könnte hier längst gebaut werden, wenn von Seiten der Deutschen Bahn endlich die noch notwendigen Schritte des Genehmigungsverfahrens zum Abschluss gebracht würden. Denn nach wie vor bleibt auch mit dem Bau der Toilettenanlage die Bahn Eigentümer des Gebäudes.

Roman Niederberger lobte die sehr pragmatischen und zweifellos aber notwendigen Maßnahmen der Marktgemeinde, denn letztlich ist der Hauptbahnhof Berchtesgaden für alle Besucher des südlichen Landkreises die Visitenkarte, wenn sie mit der Bahn an- oder abreisen. Berchtesgaden ist aber bedauerlicherweise kein Einzelfall, bei dem sich die Bahn aus ihrer Unterhaltspflicht als Gebäudeeigentümer herausgestohlen hat. Gerade bei den kleineren, weniger frequentierten Bahnhöfe scheint dies die gängige Praxis zu sein.
Roman Niederberger, der selbst passionierter Nutzer des öffentlichen Personennahverkehrs ist, fragte weiter nach dem Sachstand des auch von ihm sehr favorisierten Projekts einer Verlängerung des bestehenden Zugverkehrs bis zum Hofbräuhaus bzw. der Watzmanntherme. Auch hier, so Bartl Mittner, ist der Markt bereit, die notwendigen Grundstücke zur Verfügung zu stellen. Es fehlt aber auch hier an der Initiativkraft der Deutschen Bahn.


Bild:
SPD-Politiker vor dem Eingang zur geplanten neuen Toilettenanlage am Hauptbahnhof (von links: Roman Niederberger, Georg Aschauer, Güldane Akdemir, Bartl Mittner und Helmtraud Mix)


Öffentliche Verkehrsmittel Berchtesgaden 

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