Bayer. Blinden- und Sehbehindertenbund, Bad Reichenhall

Bild: Rollentausch Blindenbund Roman
Politische Entscheidungsträger die alltäglichen Dinge des Lebens in der Situation eines Sehbehinderten oder Blinden erleben zu lassen: dieses Ziel verfolgt der Bayerische Blinden- und Sehbehindertenbund e. V. mit der „Aktion Rollentausch“. Dieses Jahr hat die Bezirksgruppe Oberbayern-Rosenheim in das Cafe Reber eingeladen. Gemeinsam mit Vertretern der anderen politischen Gruppierungen im Landkreis haben daran als Vertreter der SPD der zweite Bürgermeister von Bad Reichenhall Manfred Adldinger, SPD-Geschäftsführer Günter Wolf und der Kreisvorsitzende und Landtagskandidat Roman Niederberger teilgenommen.

Aus Anlass des „Tags der Sehbehinderung“, der jedes Jahr am 6. Juni stattfindet, hatte die Blinden- und Sehbehindertenberaterin für den Landkreis Berchtesgadener Land Ingrid Lischke in das Cafe Reber in Bad Reichenhall eingeladen. Zum einen stand dabei das Gespräch über Barrierefreiheit in Städten und Gemeinden im Mittelpunkt. Bodenrillen für die bessere Orientierung, Ampeln mit akustischen Signalen oder einfach Schilder oder Speisekarten mit großer Schrift – im Gespräch mit Ingrid Lischke und den anderen Vertretern des Blinden- und Sehbehindertenbundes wurde deutlich, wie viel noch zu tun ist, um Menschen mit Behinderung eine volle Teilnahme und Teilhabe am öffentlichen Leben zu ermöglichen.

Zum anderen konnten die Gäste unmittelbare Erfahrungen sammeln, indem sie mit Simulationsbrille die Situation eines sehbehinderten oder mit Augenbinde die Erfahrungen eines blinden Menschen kennen lernen konnten. Es wurde deutlich, dass allein das Bestellen eines Getränks oder eines Kuchens und dessen Verzehr eine große Herausforderung bedeuten kann.

Aus den Gesprächen und selbst gesammelten Erfahrungen wurde deutlich: Inklusion ist kein Thema von Minderheiten, sondern betrifft die gesamte Gesellschaft.